Koreanische Delegation tauscht sich zur Wiedervereinigung aus 

Deutsch-Koreanisches Konsultationsgremium  Koreanische Delegation tauscht sich zur Wiedervereinigung aus 

Beim 14. Deutsch-Koreanischen Konsultationsgremium für Vereinigungsfragen treffen Vertreter der Republik Korea in Berlin auf deutsche Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.  

Staatsministerin Elisabeth Kaiser im Dialog

Staatsministerin Elisabeth Kaiser im Dialog

Foto: Photothek/Thomas Köhler

Bei dem Treffen werden zwei Tage lang verschiedene Aspekte der deutsch-deutschen und der Korea-Politik diskutiert. Das Deutsch-Koreanische Konsultationsgremium für Vereinigungsfragen trifft sich unter dem Vorsitz der Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, am 17. und 18. November 2025. Für Korea leitet die Delegation Byung Dae Kim, Abteilungsleiter im Koreanischen Wiedervereinigungsministerium. Die südkoreanische Delegation will sich in Deutschland über die Rolle der Zivilgesellschaft beim Einigungsprozess, das Verhältnis mit internationalen Partnern und die DDR-Politik der Bundesrepublik informieren. Auch wird die aktuelle Lage auf der koreanischen Halbinsel besprochen.

Staatsministerin Kaiser erklärte: „Die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gremium zu Fragen der Wiedervereinigung steht stellvertretend für die engen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Republik Korea und Deutschland. Das Land ist für Deutschland ein verlässlicher Partner in Ostasien." Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und eine regelbasierte Weltordnung auf Grundlage des Völkerrechts seien Prinzipien, die uns mit Südkorea eng verbinden und für die wir gemeinsam eintreten, so Kaiser weiter.

Mit seiner leistungsstarken Wirtschaft und seiner technischen Innovationskraft ist Südkorea ein wichtiger Wirtschaftspartner und Deutschlands drittwichtigster Handelspartner in Asien.

Auf Initiative der Regierung der Republik Korea wurde am 1. Oktober 2010 eine Absichtserklärung zwischen dem Bundesministerium des Innern und der Republik unterzeichnet. Die Bundesregierung hat in der Erklärung zugesagt, Erfahrungen und Informationen zur Wiedervereinigung Deutschlands zu übermitteln. Die koreanische Regierung hofft, aus diesen Erfahrungen Erkenntnisse auch für ihre eigene auf die Wiedervereinigung der koreanischen Halbinsel gerichtete Politik zu gewinnen. Nach der Teilung Koreas im Jahr 1945 durch die ehemalige Sowjetunion und die USA ist das Land noch immer in Nord- und Südkorea getrennt.

Das letzte Treffen des Deutsch-Koreanischen Konsultationsgremiums fand im Mai 2024 im koreanischen Busan statt.