Staatsministerin Elisabeth Kaiser äußert sich wie folgt: „Gerne führe ich mit der 15. Sitzung dieses Gremiums den erfolgreichen Austausch mit Vertretern des Wiedervereinigungsministeriums der Republik Korea fort. Das setzt ein Zeichen für die starke internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Erfahrungen zwischen unseren Ländern, die das Erleben der Teilung miteinander verbindet. Diskutiert werden Fragen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch Kunst, die über Grenzen hinweg verbinden. Ich freue mich außerdem darauf, im Rahmen einer Veranstaltung mit der Germany Trade & Invest (GTAI), auch den Standort Ostdeutschland als besonders wettbewerbsfähig gegenüber interessierten koreanischen Unternehmen präsentieren zu können.“
Das DKK ist ein Austausch zwischen Deutschland und Südkorea auf Regierungsebene über Fragen von Kooperation und Zusammenwachsen aufgrund der Erfahrungen aus der deutsch-deutschen Geschichte und der Situation der Teilung auf der koreanischen Halbinsel.
Das DKK wird Vorträge von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Praktikerinnen und Praktikern umfassen, wie z. B. Prof. Patel (LMU München) oder Dr. Böick (Cambridge). Beteiligte Institutionen sind u. a. das Bundesarchiv, die Bundesstiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur und die Stiftung Friedliche Revolution in Leipzig.
Um die besondere Bedeutung der Kultur für gesellschaftlichen Wandel zu reflektieren, werden auch ostdeutsche Künstlerinnen und Künstler teilnehmen, die die deutsch-deutsche Geschichte verarbeiten. Norbert Bisky, Sung Thieu und Kathleen Reinhard bringen die Impulse des ostdeutsch geprägten Pavillons der Biennale in Venedig ein.
Deutschland und Südkorea sind aufgrund der besonderen Situation der (überwundenen) Teilung miteinander besonders eng verbunden. Diese Verbindung wirkt sich auch auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit Deutschlands mit dem wirtschaftlich dynamischen Südkorea aus. Im Zusammenhang mit dem DKK wird Staatsministerin Kaiser deshalb auch das südkoreanische „Silicon Valley“ in Ansan besuchen und sich dort u. a. über Zukunftstechnologien wie humanoide Roboter informieren. Des Weiteren wird die Staatsministerin einem Gesprächsformat der GTAI vorsitzen, das an einer Ansiedlung interessierte koreanische Unternehmen über den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland informiert.